Die Ukulele und AM

Vor einiger Zeit tauchte eine CD mit einem Mitschnitt des  "The Ukulele Orchestra of Great Britain" im „Tippi“ in Berlin auf. Einige Mitspieler der Altstadtmusikanten Stolberg waren sofort infiziert sowie elektrisiert von den Möglichkeiten die dieses kleine Instrument bietet. Und so dauerte es nicht lange, bis der Erste so ein kleines Teil in den Händen hielt. Da man sich ja bis dato auf diversen Saiteninstrumenten halbwegs vernüftig bewegen konnte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten brauchbaren Töne zu hören waren.

Zuerst noch etwas zögerlich aber dann mit unglaublicher Hingabe.

Die Premiere des ersten, öffentlich gespielten Stückes der Altstadtmusikanten fand dann im Rahmen der Prinzenproklamation 2010 im Rittersaal der Stadt Stolberg statt. Eigens für diesen Auftritt hatte Fred Dahmen den Text von „Just a Gigolo“ umgetextet. Und es war ein voller Erfolg. Dieses Stück war dann die Grundlage für alles Weitere. Heute spielen Andy, Klaus, Fred und Dieter in unserem „Haufen“ Ukulele. Wenn man Joe’s Geige hinzunimmt (vier Saiten) und sie als „Streichukulele“ bezeichnet, hätten wir fünf Spieler. ;-)) Mittlerweile spielt Andy die Original - Bass Ukulele (auch vier Saiten) von Mr. Jonty Bankes (UOGB).

Aber Spass beiseite, nicht alles was vier Saiten hat ist auch eine Ukulele.

 

Mittlerweile ist schon eine recht ansehnliche Liste von Stücken entstanden und unser Repertoire wächst und wächst und wächst………………..

 

 

 

 

 

Andy übernimmt in Hamburg Sankt-Georg vom Vorbesitzer und Inspirator

Mr. Jonty Bankes /

The Ukulele Orchestra

of Great Britain dessen

Tanglewood Bass-Ukulele!

Die Geschichte der Ukulele

Die Ukulele ist ein gitarrenähnliches Zupfinstrument, das normalerweise mit vier, aber auch mit sechs oder acht Saiten bespannt sein kann. Sie ist in der Regel bei gitarrenähnlichen Proportionen etwa 60 cm lang und 20 cm breit und vermittelt daher den Eindruck einer Spielzeuggitarre für Kinder.

Der portugiesische Einwanderer João Fernandes brachte 1879 die Braguinha, eine lokale Form des Cavaquinho, von Madeira nach Hawaii. Dort bekam es den Namen „Ukulele“ („hüpfender Floh“), was den Eindruck der Hawaiier beim Anblick der sich schnell über das Griffbrett des Instrumentes bewegenden Finger wiedergeben soll. Sie beschlossen es nachzubauen und stellten die ersten Ukulelen aus dem einheimischen Koaholz her.

Während des Pazifikkrieges brachten amerikanische Soldaten, die zuvor auf den Philippinen und Hawaii stationiert waren, Ukuleles nach Melanesien. In Neuguinea gehörten sie zu den wenigen importierten Musikinstrumenten und ermöglichten nach 1945 die Bildung von string bands, die den ersten modernen Musikstil der bis dahin rein auf lokalen Traditionen beruhenden Musik Neuguineas kreierten.

Von Hawaii, das seit 1959 Bundesstaat der USA ist, kam die Ukulele nach Nordamerika und von dort wieder zurück nach Europa. In England wurde sie als Begleitinstrument der Skiffle-Musik beliebt. Durch den Billy-Wilder-Film Manche mögen's heiß (‚Some like it hot‘), in dem Marilyn Monroe als Sugar eine Ukulele spielt, wurde das Instrument weiter bekannt. In Deutschland ist die Ukulele seit Ende der 1990er populär. Insbesondere das jüngere deutsche Fernsehpublikum kennt die Ukulele aus Stefan Raabs Raabigrammen.

International bekannt wurde die Ukulele auch durch Jake Shimabukuro. In Großbritannien spielt das komödiantische The Ukulele Orchestra of Great Britain auf diesem Musikinstrument.

Ukulelen sind gewöhnlich aus Holz gebaut. Manche sind aber auch teilweise oder ganz aus Kunststoff gefertigt. Günstige Ukulelen werden oft aus laminiertem Holz hergestellt, wobei dann gerne eine massive Decke aus einem günstigen Klangholz, wie zum Beispiel Fichte, verbaut wird. Teurere Ukulelen sind in der Regel komplett aus massivem exotischen Holz (z.B. Mahagoni). Die wertvollsten Ukulelen, die mehrere tausend Euro kosten können, sind aus Koa gefertigt, einem hawaiischen Holz, das für seinen Klang und seine Maserung bekannt ist. Typischerweise haben Ukulelen die von den Akustikgitarren bekannte Achter-Form. Beliebt sind aber auch ungewöhnlichere Korpusformen, wie ein Oval, "pineapple" (engl. für Ananas) genannt. Für den Korpus mancher Ukulelen werden auch Zigarrenkisten genommen. In der Regel hat die Ukulele vier Saiten. Diese können aber auch zu Chören zusammengefasst werden, wodurch das Instrument dann sechs oder acht Saiten besitzt.

Es gibt verschiedene Modelle, Stimmlagen und Stimmungen. Die klassische Ukulele, die auch am weitesten verbreitet ist, ist die Sopran-Ukulele (in D oder C gestimmt), das kleinste Instrument der Familie mit einer Gesamtlänge von ca. 55 cm und einer Saitenlänge von ca. 35 cm. Darüber hinaus gibt es noch Concert-Ukulelen, Tenor-Ukulelen, Bariton-Ukulelen. Außerdem gibt es noch 5-, 6- und 8-saitige Instrumente in verschiedenen Größen und Ausführungen, die jedoch insbesondere in Europa selten sind. Die Standard-Stimmung (auch Hawaiische Stimmung genannt) für Sopran, Concert und Tenor ist g-c-e-a, wobei auch die um einen Ganzton höhere a-d-fis-h-Stimmung vorkommt. Früher war für Tenorukulelen die Stimmung e-a-cis-fis üblich, diese ist jedoch fast verschwunden. Die vierte (oberste) Saite ist, im Gegensatz zur Gitarre, bei diesen Stimmungen oktaviert und somit höher als die mittleren Saiten gestimmt. Das verleiht ihr den unverwechselbaren, „exotischen“ Klang. Gerade Tenorukulelen werden jedoch auch oft mit tiefer 4. Saite gestimmt. Die Bariton-Ukulele wird meist „D G H E“ gestimmt, wobei die D-Saite hier nicht oktaviert ist. Sie ist der „Bass“ unter den Ukulelen.

 

 Quelle: Wikipedia